SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

UNTERSCHENKELSCHMERZEN
Schmerz in den Unterschenkeln

Zunächs t zur Anatomie (= Lehre vom Kör peraufbau)

Als Un terschenkel wird der rumpfferne Absch nitt der unteren Glied maße zwischen Kn ie- u. oberem Sprunggelen k bezeichnet. Er besteh t aus 2 Knoc hen (Sch ien- u. Wadenbein) und aus 3 Muskel gruppen:

  1. Vor ne die Strecker (Ex tensorengruppe: Muscul i tibialis anterior, ex tensor hallucis l ongus u. ex tensor digitorum lon gus),
  2. seitl ich die Wadenbein muskeln (Mm. pe ronei longus u. brev is) und
  3. hin ten die Beu ger (Flexoren: Mm. gast rocnemius, soleus, plan taris, popliteus, f lexor digitoru m u. hallucis longus, tibialis pos terior)

Mögliche Ursachen fü r Unterschenkelschmerzen:

Fibulaköpfchen-Syndrom: Am Fibu laköpfchen (= Kö pfchen des Waden beins) liegt der N. peron eus commun is (= ein Nervenas t des Ischias) unm ittelbar am Knochen u nd kann dort leicht kom primiert werden, so z. B. durch einen Gipsver band, oder durch B rüche und Verrenkung in d iesem Bereich. Für ein Fibu laköpfchen-Syndrom sind nach un ten ausstrahlende Sch merzen bei Druc k auf den Nerv h inter dem Köpfchen des Waden beins typisch.

Das su bakute oder chron ische Tibialis anterior-Syndrom (Tibialis-Logen-Syndrom), eben falls ein sog. Kom pressionssyndrom, geht mit Unterschenkelschmerzen an der Sch ienbeinvorderseite einher, verursach t durch eine Nervenkom pression in der Tibial isloge (= die sog. Strecker loge, ein Raum mit ger inger Ausdehnungsmöglichkei t).
Das akute Tibialis an
terior-Syndrom ist ein No tfall, der sofort operativ behandel t werden muß (Druckentlastung durch Spal tung der bin degewebigen Muskelumhüllung).

Postthrombotisches Syndrom (= Kran kheitszeichen die auf eine voran gegangene Thrombose zur ückzuführen sind): Nach einer aku ten Throm bophlebitis (= Venenen tzündung mit Verschluß durch Blut gerinnsel) oder auch Th rombose (= Bildung von Blu tgerinnsel) verbleibt in m anchen Fällen ein hartnäckige Schmerz im Un terschenkel. Als Folge einer tiefen Throm bose hat sich i m Bein eine chronische Rückfluß stauung gebildet die nach Ma y in 4 Schweregrade un terteilt wird.

Auch eine ar terielle Durchblu tungsstörung (= die Schlagader be treffende Durchblutungsstörung) kann zu Unterschenkelschmerzen (hpts. Wade) füh ren, besser bekann t als die Claudicatio intermittens (= "Schau fensterkrankheit").

Im Rah men einer Ischiolumbalgie (Lu mboischialgie) kann es auc h zu einem Sch merz im Un terschenkel (Wade) kommen, der dabei abe r in der Regel nicht im Vorderg rund steh t.

Ein sog. sym ptomatische Un terschenkel- bzw. Wadenschmerz in For m von Waden krämpfen tritt u.a. auf bei der myatrophischen Late ralsklerose (ALS) und bei Myelitis auf.
Die myatroph
ische Lateralsklerose (amyot rophische Lateralsk lerose), eine neurologische Erkran kung, ist charakterisiert durch Muskelatroph ie (= Muskelschwund) und Spast ik (= stark er höhte Mus kelspannung). Die Erkrankung verläuf t progredient (= for tschreitend) und ist nicht heil bar.
Bei einer Myel
itis handel t es sich um einen mit en tzündlichen Gewebsreaktionen ein hergehenden Rückenmarksp rozeß. Je nach Aus maß der Erkrankung komm t es ebenfalls zu Unterschenkelschmerzen, h pts. in Form von Waden krampf, Empfindungss törungen sowie Lähmungen bis hin zur Quersch nittslähmung.

Die gewöhnl ichen, krampfartigen Wadenschmerzen (Waden kräm pfe) treten bevorzug t in der Nacht auf (Crampi nocturn i) und können seh r lästig und schmerzhaf t sein, sind aber harmlos. Die Wadenmuskulatur zeigt sich bretthar t. Stehen oder gehen bring t i.d.R. sofortige Er leichterung. 

Unterschenkelschmerzen in For m von Wadensch merzen, insbes. Waden krämpfe, sind aber auch typisch für eine Polyneu ropathie, eine relativ häufige Erkran kung.
Eine Polyneuropathie t
ritt in der Folge oder als Sym ptom (= Anzeichen) verschiedener Erkran kungen auf und stell t kein eigenständ iges Leiden dar.
Die mög
lichen Ursachen sind äußerst viel fältig (Griffin 1984, Lud in 1984), Gibbels (19 80) nenn t in einer großen Übersich tsarbeit 168 mögliche Grundkran kheiten. In der Praxis domin ieren mit je einem Dr ittel der Fälle die al koholische und die d iabetische Genese (= Entstehung) (Neundör fer 1988).
In un
klaren Fällen ist vor al lem an exotox ische (= von außen zugeführ te Gifte) Ursachen du rch Medikamente (Vinca-Al kaloide, Nitrofuran toin u. a.m.) sowie Gewebegifte zu den ken, daneben kommen endotox ische (= Gifte die im Körper selbs t entstehen) ((Porph yrie (= erbliche oder erwor bene Stoffwechselstörung), Uräm ie (= Harnvergiftung))) und evtl. i nfektiöse Ursachen (Borrel iose, Ehrlichiose nach Zec kenbiß) in Frage.
Die Patien
ten klagen über einen bren nenden Dauerschmerz im Versorgungsgebie t peripherer (= außerhalb Rücken mark und Gehirn verlaufender) Ner ven, Paräst hesien (= Fehlempfindungen), Hyperäst hesien und Hyperpath ien (= gesteigerte Berührungsem pfindlichkeiten), Druckschmerzhaf tigkeit von Nerven und Muskel n sowie evtl. über motorische (= die Muskel funktion betreffende) Reizerscheinu ngen (Crampi) in For m von Muskel- bzw. Waden krämpfen (Gersten brand et Rumpl 1988). Sch merzattacken wie bei einer Neuralg ie sind sehr selten.
Charakteristisch sind soc
ken- bzw. handschuh förmige Sensibilitätsstörungen (= Störungen der Em pfindlichkeit). Der brennende Schmerz charakter kann manchmal zur Verwechsl ung mit einer Kausalg ie (kom plexes regionales Schmerzsynd rom Typ II bzw. C RPS) führen.

Es gibt aber nich t wenige Patien ten, bei denen sich ein Schmerz in den Unterschenkeln als therapieresisten t (= nichts hilft) erweist.
Wenn dieser hauptsächl
ich in der Wade und im äu ßeren An teil des Unterschen kels verspürt wird, hat sich die therapeu tische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem ör tlichen Betäubungsmittel) in For m der kontinuierlichen Bloc kade des Nervus ischiad icus (Ischiasnerv) mit Katheter seh r bewährt. Bet reffen die Sch merzen mehr den vorderen und inneren Unterschen kel, wird der Nervus femoral is kontinuierlich blockier t. Dabei wird vorü bergehend (z.B. 14 Tage) ein d ünner Kunststoffschlauch dicht an den be troffenen Nerv eingepflanz t. Die Einpflanzung erfolg t durch eine handelsübl iche Kanü le hindurch, es muß also n icht "aufgeschn itten" werden. In der Fol ge wird über d iesen Katheter mehrmals tägl ich, jeweils nach Abkl ingen der voran gegangenen Dosis, ein örtl iches Betäubungsmittel völl ig schmerzlos nachgespritz t.
Bei d
ieser Methode komm t es neben der (erwü nschten) Hemmung der Nozizept ion (= Schmerzreizleitung) gleichzeit ig zu einer Bloc kade vegetativer (sympath ischer) Faseranteile, wo raus eine sehr deutl iche Mehrdurchblutung im korrespond ierenden Gewebebereich resultier t, die u.a. jeder en tzündlichen oder de generativen Schmerzursache nachhaltig entgegenwirk t, darüber hinaus wirk t die Durchblutungsverbesserung kram pflösend.

Die Met hoden der modernen Schmerztherapie bieten auch op timale Voraussetzungen fü r eine Ansch lußheilbehandlung (A HB) bzw. Ansch lußrehabilitation.

Viele gute Grün de sprechen f ür eine stationäre Behand lung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, u.a.:

Auf der Grund lage des § 40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgl iedern geset zlicher Krankenkassen Rehabilitationsbehand lungen an und Patien ten mit privater K rankenkasse erhalten eine Krankenhausbehand lungen gemäß OPS 8-918. Die Kl inik ist auch beihil fefähig. Teil weise übernehmen auch Ren tenversicherungen und Beru fsgenossenschaften die Kos ten für eine station äre Schmerztherapie.
Die Kosten übernahme muß aber zu vor (gil t auch für private Kassen o der Beihil fe) bean tragt werden.

Wenn Sie Frag en haben oder ein an deres speziel les Schmerz thema suchen, sch icken Sie uns ein fach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir in formieren Sie promp t. Wir haben über 700 The men im I nternet, diese können wir h ier aber nich t alle au flisten.

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Impressum  Aktualisiert:>09.12.2009</>