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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
UNTERSCHENKELSCHMERZEN
Schmerz in den Unterschenkeln
Zunächs t zur Anatomie (= Lehre vom Kör peraufbau)
Als Un terschenkel wird der rumpfferne Absch nitt der unteren Glied maße zwischen Kn ie- u. oberem Sprunggelen k bezeichnet. Er besteh t aus 2 Knoc hen (Sch ien- u. Wadenbein) und aus 3 Muskel gruppen:
Mögliche Ursachen fü r Unterschenkelschmerzen:
Fibulaköpfchen-Syndrom: Am Fibu laköpfchen (= Kö pfchen des Waden beins) liegt der N. peron eus commun is (= ein Nervenas t des Ischias) unm ittelbar am Knochen u nd kann dort leicht kom primiert werden, so z. B. durch einen Gipsver band, oder durch B rüche und Verrenkung in d iesem Bereich. Für ein Fibu laköpfchen-Syndrom sind nach un ten ausstrahlende Sch merzen bei Druc k auf den Nerv h inter dem Köpfchen des Waden beins typisch.
Das su
bakute oder chron
ische Tibialis anterior-Syndrom (Tibialis-Logen-Syndrom),
eben
falls ein sog.
Kom
pressionssyndrom,
geht mit Unterschenkelschmerzen an der Sch
ienbeinvorderseite
einher, verursach
t durch eine Nervenkom
pression
in der Tibial
isloge (= die sog. Strecker
loge, ein Raum mit ger
inger Ausdehnungsmöglichkei
t).
Das akute Tibialis an
terior-Syndrom ist ein No
tfall, der sofort operativ behandel
t werden muß (Druckentlastung durch Spal
tung der bin
degewebigen
Muskelumhüllung).
Postthrombotisches Syndrom (= Kran kheitszeichen die auf eine voran gegangene Thrombose zur ückzuführen sind): Nach einer aku ten Throm bophlebitis (= Venenen tzündung mit Verschluß durch Blut gerinnsel) oder auch Th rombose (= Bildung von Blu tgerinnsel) verbleibt in m anchen Fällen ein hartnäckige Schmerz im Un terschenkel. Als Folge einer tiefen Throm bose hat sich i m Bein eine chronische Rückfluß stauung gebildet die nach Ma y in 4 Schweregrade un terteilt wird.
Auch eine ar terielle Durchblu tungsstörung (= die Schlagader be treffende Durchblutungsstörung) kann zu Unterschenkelschmerzen (hpts. Wade) füh ren, besser bekann t als die Claudicatio intermittens (= "Schau fensterkrankheit").
Im Rah men einer Ischiolumbalgie (Lu mboischialgie) kann es auc h zu einem Sch merz im Un terschenkel (Wade) kommen, der dabei abe r in der Regel nicht im Vorderg rund steh t.
Ein sog. sym
ptomatische Un
terschenkel-
bzw. Wadenschmerz in For
m von Waden
krämpfen tritt u.a. auf bei der
myatrophischen Late
ralsklerose (ALS) und bei Myelitis auf.
Die myatroph
ische Lateralsklerose (amyot
rophische Lateralsk
lerose), eine neurologische Erkran
kung, ist charakterisiert durch
Muskelatroph
ie (= Muskelschwund) und Spast
ik (= stark er
höhte Mus
kelspannung). Die Erkrankung
verläuf
t progredient (= for
tschreitend) und ist nicht heil
bar.
Bei einer Myel
itis handel
t es sich um einen mit en
tzündlichen Gewebsreaktionen ein
hergehenden
Rückenmarksp
rozeß. Je nach Aus
maß der Erkrankung komm
t es ebenfalls zu Unterschenkelschmerzen,
h
pts. in Form von Waden
krampf,
Empfindungss
törungen sowie Lähmungen bis hin zur
Quersch
nittslähmung.
Die gewöhnl ichen, krampfartigen Wadenschmerzen (Waden kräm pfe) treten bevorzug t in der Nacht auf (Crampi nocturn i) und können seh r lästig und schmerzhaf t sein, sind aber harmlos. Die Wadenmuskulatur zeigt sich bretthar t. Stehen oder gehen bring t i.d.R. sofortige Er leichterung.
Unterschenkelschmerzen in For
m von Wadensch
merzen, insbes.
Waden
krämpfe, sind
aber auch typisch für eine Polyneu
ropathie, eine relativ häufige
Erkran
kung.
Eine Polyneuropathie t
ritt in der Folge oder als Sym
ptom (= Anzeichen) verschiedener
Erkran
kungen auf und stell
t kein eigenständ
iges Leiden dar.
Die mög
lichen Ursachen sind äußerst viel
fältig (Griffin 1984, Lud
in 1984), Gibbels (19
80) nenn
t in einer großen Übersich
tsarbeit 168 mögliche Grundkran
kheiten. In der Praxis domin
ieren mit je einem Dr
ittel der Fälle die al
koholische und die d
iabetische Genese (=
Entstehung) (Neundör
fer 1988).
In un
klaren Fällen ist vor al
lem an exotox
ische (= von außen zugeführ
te Gifte) Ursachen du
rch Medikamente (Vinca-Al
kaloide, Nitrofuran
toin u.
a.m.) sowie Gewebegifte zu den
ken, daneben kommen endotox
ische (= Gifte die im Körper
selbs
t entstehen) ((Porph
yrie (= erbliche oder erwor
bene Stoffwechselstörung), Uräm
ie (= Harnvergiftung))) und evtl.
i
nfektiöse Ursachen (Borrel
iose,
Ehrlichiose nach Zec
kenbiß)
in Frage.
Die Patien
ten klagen über einen bren
nenden
Dauerschmerz im Versorgungsgebie
t peripherer (= außerhalb Rücken
mark und Gehirn verlaufender)
Ner
ven, Paräst
hesien
(= Fehlempfindungen), Hyperäst
hesien
und Hyperpath
ien
(= gesteigerte Berührungsem
pfindlichkeiten), Druckschmerzhaf
tigkeit von Nerven und
Muskel
n sowie
evtl. über motorische (= die Muskel
funktion betreffende)
Reizerscheinu
ngen (Crampi) in For
m von Muskel- bzw. Waden
krämpfen (Gersten
brand et Rumpl 1988).
Sch
merzattacken
wie bei einer Neuralg
ie sind sehr selten.
Charakteristisch sind soc
ken- bzw. handschuh
förmige Sensibilitätsstörungen (=
Störungen der Em
pfindlichkeit). Der brennende
Schmerz
charakter kann manchmal zur Verwechsl
ung mit einer Kausalg
ie (kom
plexes
regionales Schmerzsynd
rom Typ II bzw.
C
RPS) führen.
Es gibt aber nich
t wenige Patien
ten, bei denen sich ein Schmerz in den
Unterschenkeln als therapieresisten
t (= nichts hilft) erweist.
Wenn dieser hauptsächl
ich in der Wade und im äu
ßeren An
teil des Unterschen
kels verspürt wird, hat sich die
therapeu
tische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem ör
tlichen
Betäubungsmittel)
in For
m der kontinuierlichen Bloc
kade des Nervus ischiad
icus (Ischiasnerv)
mit Katheter seh
r bewährt. Bet
reffen die Sch
merzen mehr den vorderen und inneren
Unterschen
kel, wird der Nervus femoral
is kontinuierlich blockier
t. Dabei wird vorü
bergehend (z.B. 14 Tage) ein d
ünner Kunststoffschlauch dicht an den be
troffenen Nerv eingepflanz
t. Die Einpflanzung erfolg
t durch eine handelsübl
iche Kanü
le hindurch, es muß also n
icht "aufgeschn
itten" werden. In der Fol
ge wird über d
iesen Katheter mehrmals tägl
ich, jeweils nach Abkl
ingen der voran
gegangenen Dosis, ein örtl
iches Betäubungsmittel völl
ig schmerzlos nachgespritz
t.
Bei d
ieser Methode komm
t es neben der (erwü
nschten) Hemmung der Nozizept
ion (= Schmerzreizleitung)
gleichzeit
ig zu einer Bloc
kade vegetativer (sympath
ischer) Faseranteile, wo
raus eine sehr deutl
iche Mehrdurchblutung im
korrespond
ierenden Gewebebereich resultier
t, die u.a. jeder en
tzündlichen oder de
generativen Schmerzursache nachhaltig
entgegenwirk
t, darüber hinaus wirk
t die Durchblutungsverbesserung kram
pflösend.
Die Met
hoden der modernen
Schmerztherapie bieten auch op
timale Voraussetzungen fü
r eine Ansch
lußheilbehandlung (A
HB) bzw. Ansch
lußrehabilitation.
Viele gute Grün de sprechen f ür eine stationäre Behand lung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, u.a.:
Auf der Grund lage des §
40 bzw. 111 SGB V bieten wir Mitgl iedern
geset zlicher Krankenkassen
Rehabilitationsbehand lungen an und
Patien ten mit privater K
rankenkasse erhalten eine Krankenhausbehand
lungen
gemäß OPS 8-918. Die Kl inik ist auch beihil
fefähig. Teil weise übernehmen
auch Ren tenversicherungen und Beru
fsgenossenschaften die
Kos ten für eine station
äre Schmerztherapie.
Die Kosten übernahme muß aber zu
vor (gil t auch für private
Kassen o der Beihil
fe) bean tragt werden.
Wenn Sie Frag en haben oder ein an deres speziel les Schmerz thema suchen, sch icken Sie uns ein fach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir in formieren Sie promp t. Wir haben über 700 The men im I nternet, diese können wir h ier aber nich t alle au flisten.
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Impressum Aktualisiert:>09.12.2009</>